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Die ÖVIA

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Beiträge zum ÖVIA Tagungsband 2010

Wettbewerbsfaktor Anlagenmanagement

  • Hubert BIEDERMANN
    o.Univ.-Prof. Dr.mont., Departmentleiter, Präsident der ÖVIA
    Department Wirtschafts- und Betriebswissenschaften, Montanuniversität Leoben

Ausgehend von der Definition der Wettbewerbsfaktoren und der damit verbundenen strategischen Handlungsoptionen werden die Möglichkeiten zur wettbewerblichen Differenzierung betreffend der Maschinen- und Anlagenstruktur beleuchtet. Aus anlagenwirtschaftlicher Sicht wird die volks- und betriebswirtschaftliche Bedeutung der Bruttoinvestitionen dargestellt. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei derivative Innovationen, die vom Anlagenmanagement ausgehen sollten. Zur Operationalisierung dient dabei die Fokussierung auf die Unternehmenswertsteigerung sowie ein generisches Managementsystem.

ILS-Engineering

  • Peter BEUGEL-KRESS
    Leiter Competence Center Aerospace, Mercedes-Benz Technology GmbH & Co KGaA

Die Sicherstellung der Wartbarkeit ist ein Weg, um eine hohe Verfügbarkeit von Anlagen, Fahrzeugen und Flugzeugen sicherzustellen. Hierzu ist es aber zwingend erforderlich, dass einige Grundsätze bereits in der Entwicklung berücksichtigt werden. Diese stellen die Weichen zu den späteren Instandhaltungs- und Reparaturkosten.

Einflussnahme auf Lebenszykluskosten im Hütten- und Walzwerksbau

  • Christoph HÄUSLER
    Dipl.-Ing., General Manager
    Geschäftsbereich Technischer Service, SMS Siemag AG
  • Peter RAINER
    Dipl.-Ing., Leiter Konstruktion Vorstraße, Grobblech, Aluminium
    Geschäftsbereich Warmwalzwerke, SMS Siemag AG
  • Christa SCHLÜTER-ZIMMER
    Dipl.-Ing., Senior Service Manager
    Geschäftsbereich Technischer Service, SMS Siemag AG

Vorliegender Beitrag beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit folgenden Aspekten: Konstruktive Maßnahmen zur Optimierung der Lebenszykluskosten; Instand-haltungsmanagement und Condition Monitoring - starke Werkzeuge auf dem Weg zur "Best Practice Maintenance"; Generierung von "Best Practice" Instandhaltungsdaten zum Aufspielen in ein Maintenance-Management-System; Gezielte Auswahl "sinnvoller" Bauteile zur kontinuierlichen Überwachung; Intelligente Kopplung von Condition Monitoring Systemen mit der Anlagensteuerung zur Erzeugung von Monitoringdaten mit Prozessbezug.

Arbeitnehmerschutzrechtliche Aspekte in der Instandhaltung

  • Franz FEICHTINGER
    Dipl.-Ing., Abteilungsleiter Technischer Arbeitsschutz, Arbeitsinspektorat Linz

Folgender Beitrag behandelt folgende Aspekte: Rechtsgrundlagen (MSV, ASchG, AMVO, Koordination, Alleinarbeitsplätze); Managementsysteme (SGMS); rechtliche Verantwortung; AZG/ARG.

TPM trotz Krise – oder gerade deswegen!?

  • Michael KRAMMER
    Dipl.-Ing., MAGNA Powertrain AG & Co KG

Gerade die Automobilindustrie war ein Industriezweig, der von den Folgen der globalen Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 am härtesten getroffen wurde. Kurzarbeit, Kündigungen und Lohnverzicht waren die Auswirkungen, die auch für die Mitarbeiter der MAGNA Powertrain spürbar waren. Damit einher ging auch eine gewisse Verunsicherung, ob die in Zeiten der Hochkonjunktur, Automatisierung und Rationalisierung gestarteten Initiativen zur Produktivitätssteigerung und Qualitäts-verbesserung für die Zukunft noch ausreichen, um den Standort zu sichern. Am Standort Ilz hat sich die Führungsmannschaft des Werkes auch im Jahr 2009 zu den im Jahr 2007 gestarteten Initiativen zur Einführung von TPM und des Managementmodells der Business Excellence bekannt und wurde dafür mit der Nominierung zum Staatspreis für Unternehmensqualität ausgezeichnet. Dieser Erfolg wird sich 2010 mit dem wirtschaftlich erfolgreichsten Jahr seit Bestehen des Werkes fortsetzen.

Reorganisation der Instandhaltung durch Konzentration auf die Kernkompetenzen

  • Werner SCHRÖDER
    Dr.mont., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Geschäftsführer ÖVIA
    Lehrstuhl Wirtschafts- und Betriebswissenschaften, Montanuniversität Leoben

Folgender Artikel setzt sich mit der Problematik der Reorganisation von Instandhaltungsorganisationen auseinander und zeigt eine Methode zur Unterstützung von Sourcing-Entscheidungen, welche Reorganisationsprojekte zwangsläufig mit sich bringen. Dabei geht es vor allem um die Frage einer sinnvollen Verteilung zwischen dezentral und zentral zu erbringenden Instandhaltungsleistungen in einem Produktionsunternehmen mit mehreren Standorten. Das dargestellte Fallbeispiel zeigt dabei die praktische Anwendung der Methodik inklusive der daraus analysierten Erkenntnisse.

Energieeffizienz und Instandhaltung - passt das?

  • Thomas RAUCH
    Dipl.-Ing., Instandhaltungskoordinator EMSR / Energie, RheinPapier GmbH

Die Umweltproblematik, die Forderungen der Politik, der Preisdruck, all dies rückt das Thema Energie in den Fokus der Unternehmer. Die eigentliche Triebkraft für mich, mich intensiv mit den Fragen der Energieeffizienz zu beschäftigen, liegt jedoch woanders: Viele Sparmöglichkeiten, messbare Erfolge, Kollegen zum Mitmachen motivieren, neue Technologien entwickeln, an den neuesten Trends bleiben - Energie sparen macht Spaß!

Energieeffizienz in der Thermoprozesstechnik

  • Klaus BUCHNER
    Dr., Process Engineering, Heat Treatment Systems, AICHELIN Ges.m.b.H

In Hinblick auf die weltweit steigenden Energiepreise und mit dem Ziel europäische Standards zu setzen wird eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz von Thermoprozessanlagen angestrebt. Im vorliegenden Beitrag werden Aspekte der Energieeinsparung beschrieben, wobei diese sowohl das Erkennen von Potentialen durch Anlagenanalysen, das Implementieren von Energiemanagementsystemen, als auch die Umsetzung von Maßnahmen bei Alt- und Neuanlagen betreffen. Anhand von Beispielen wird das Einsparungspotential, unter Berücksichtigung von anlagen-übergreifenden Maßnahmen, dargelegt.

Qualifizierung und Personalentwicklung in der Instandhaltung

  • Rainer HENSL
    Dipl.-Ing., Leiter EMR, Ticona GmbH

Um die steigenden technischen Anforderungen im Bereich der Instandhaltung eines Chemiewerkes bewältigen zu können, muss eine besondere Qualifizierung und Weiterentwicklung des eingesetzten Personals erfolgen. Hierbei werden verschiedene Methoden und An-sätze beschrieben die sicherstellen sollen, dass die geschulten Mitarbeiter die Anlagen betreuen können.

Anlagendokumentation über den Lebenszyklus aktuell halten

  • Gerd BITZER
    Product Manager, Wessendorf Software + Consulting GmbH

Die Instandhaltungsaufgaben haben in den vergangenen Jahren in vielen Industriezweigen an Komplexität gewonnen. Im Rahmen der Erweiterung der ERP-Systeme durch leistungsfähige Dokumentationslösungen lassen sich sämtliche Instandhaltungsprozesse, von der Planung über die Abwicklung bis zur Dokumentation der realisierten Arbeiten, optimieren. Dabei ermöglicht eine mobile Anbindung der Dokumentationslösung im Idealfall den direkten Zugriff auf die im ERP-System hinterlegten Daten. Die im Zuge der Arbeiten anfallenden Änderungen werden direkt im System gespeichert. So wird aus einer statischen Anlagendokumentation ein kontinuierlicher Prozess, der das Know-how über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen aktuell hält und die Verantwortlichen aus den unterschiedlichen Bereichen bei ihrer Arbeit unterstützt.

Ereignisanalyse zur nachhaltigen Schwachstellenbeseitigung

  • Günter HORN
    Dr., Geschäftsführer, Dr. Horn Engineering

Instandhaltungsprozesse werden immer häufiger von Verbesserungsprogrammen beeinflusst. Dabei wird großer Aufwand betrieben und viele Ressourcen werden gebunden. Gerade in diesem Bereich ist aber Effizienz eine kritische Erfolgsgröße, nicht nur, um einen guten Wirkungsgrad zu gewährleisten, sondern auch, um das involvierte Personal nicht unnötig zu demotivieren. Ziel aller Bemühungen müssen immer die Maßnahmen sein, die den Prozess verbessern. Verbesserungsprozesse dürfen kein Selbstzweck sein. Je schneller Verbesserungspotenziale identifiziert und vor allem umgesetzt sind, desto eher werden die Anstrengungen von den Mitarbeitern mitgetragen. Mit der Cause Mapping Methode werden Schadensereignisse effektiv analysiert, dokumentiert und kommuniziert und so systematisch präventive Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung abgeleitet.

 

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