Gewinner 2026: voestalpine Stahl GmbH

Linzer setzen neue Maßstäbe. Fünf Jahre Lean Smart Maintenance (LSM) setzen einen neuen Benchmark für Instandhaltung. 

Mit einem konsequenten Entwicklungsprogramm, hoher technischer Kompetenz und enger Zusammenarbeit zwischen Produktion und Instandhaltung hat die voestalpine Stahl GmbH aus Linz den ersten Platz beim Maintenance Award Austria 2026 erreicht. Die Auszeichnung würdigt die kontinuierliche Weiterentwicklung des Instandhaltungsmanagements, die über fünf Jahre unter der Leitung von Martin Pfeiffer und Herbert Moser vorangetrieben wurde. Im Zentrum steht die Lean-Smart-Maintenance-Philosophie (LSM), mit der die Instandhaltung Schritt für Schritt an die Anforderungen eines modernen Produktionsstandorts angepasst wurde. Standardisierte Prozesse, umfassende IT-Unterstützung, datenbasierte Entscheidungen und zustandsorientierte Instandhaltungsstrategien bilden dabei die Grundlage. Ergänzt werden sie durch ein Kennzahlensystem nach der Balanced-Scorecard-Logik, eine kritikalitätsbezogene Anlagenpriorisierung und ein strukturiertes Ersatzteilmanagement. Eine ausgeprägte Lernkultur und systematisches Wissensmanagement unterstützen die kontinuierliche Verbesserung. Der Erfolg beim Maintenance Award Austria 2026 unterstreicht den Stellenwert der LSM-Philosophie für die Weiterentwicklung der Anlagentechnik und des Instandhaltungsmanagements.

Was bedeutet der Preis für Sie?

Der Maintenance Award Austria hat für uns einen hohen Stellenwert, da die programmartige Weiterentwicklung unserer Anlagentechnik durch externe Experten dabei objektiv beurteilt wird. Die Teilnahme ermöglichte uns weitere neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Instandhaltung, sowie einen fachlichen Austausch mit führenden Unternehmen.

Warum haben Sie sich für den Maintenance Award Austria beworben?
„Der MA2 macht sichtbar, welchen Beitrag moderne Instandhaltung zur Anlagenverfügbarkeit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit, sowie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der voestalpine Steel Division leistet.“ Martin Pfeiffer, Leitung Techniksteuerung

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Sonderbeilage MA² INDUSTRIEMAGAZIN

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Martin Pfeiffer
 Leitung Techniksteuerung
 

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Platz 2: Liebherr Hausgeräte Lienz GmbH

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Kontinuität als Prinzip. Liebherr Hausgeräte Lienz landet zum dritten Mal im Spitzenfeld und zeigt, wie Verbesserung zur täglichen Gewohnheit wird.

Zum dritten Mal nach 2019 und 2022 hat sich Liebherr Hausgeräte Lienz beim Maintenance Award Austria im Spitzenfeld platziert, diesmal auf dem hervorragenden zweiten Platz. Im Liebherr-Verbund gilt das Osttiroler Werk als Vorzeigestandort für Entwicklungen in und um die Instandhaltung. Diese zeichnet sich bei der Liebherr Hausgeräte GmbH durch eine starke Verbesserungs- und Lernkultur aus, die eng mit der Produktion und den Fachabteilungen verbunden ist. Shopfloor Management, Kennzahlenarbeit, TPM, strukturierte Problemlösung und kontinuierliche Weiterentwicklung sind keine Einzelinitiativen, sondern Teil der täglichen Führungs- und Verbesserungsroutine. Durch kurze Entscheidungswege, hohe Fachkompetenz der Mitarbeiter und eine ausgeprägte Kultur der kontinuierlichen Verbesserung kann Liebherr schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren. „Für uns bedeutet die Teilnahme am MA², dass Instandhaltung nicht nur als technische Unterstützungsfunktion wahrgenommen wird, sondern als aktiver Beitrag zu Wertschöpfung, Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Standorts“, so der Lienzer Instandhaltungsleiter Stefan Mutschlechner. Gleichzeitig ist sich Mutschlechner bewusst, dass hinter jedem Erfolg ein starkes Team stehen muss: „Die Auszeichnung stärkt die Sichtbarkeit jener Menschen, die täglich für stabile Anlagen und verlässliche Prozesse sorgen.“ Nachhaltig überzeugt zeigten sich die Auditoren vor allem von der kontinuierlichen Steigerung, welche Liebherr über alle bisherigen Teilnahmen hinweg vorweisen kann. Trotz des sehr guten Levels besteht noch Entwicklungspotenzial, etwa beim Thema Zielsystem und Instandhaltungsstrategien


Platz 3: Lenzing AG

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Instandhaltung mit Weitblick. Mit hohem Digitalisierungsgrad und fundiertem Ersatzteilmanagement aufs Podium: Die Lenzing AG holt Platz 3 beim MA² 2026.

Mit dem Fokus auf Digitalisierung und einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit hat die Lenzing AG bei ihrer ersten Teilnahme am Maintenance Award Austria auf Anhieb den dritten Platz erreicht. Ausgezeichnet wird der Stammsitz des Faserherstellers in Lenzing Oberösterreich, wo rund 340 Instandhalter einen Anlagenpark mit vier Milliarden Euro Anschaffungswert betreuen. Die Stärken liegen in der Verbindung von technischem Know-how, hoher Mitarbeiterkompetenz und einer engen Zusammenarbeit mit den Produktionsbereichen. Vor allem die Kombination aus zentralen Servicefunktionen, dezentraler Anlagenverantwortung und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und langfristiger Anlagen-Performance heben die Lenzing AG vom Mitbewerb ab. Besonders positiv für die Auditoren war auch die systemische Reife des Instandhaltungsmanagements nach erst kürzlich erfolgter Reorganisation. Die Verfügbarkeitswerte der hochkomplexen Anlagen im Werk spiegeln die erfolgreiche Arbeit der Instandhaltungsteams beeindruckend wider. Andreas Märzendorfer, der Head of Maintenance Services and Electrical Assets bei Lenzing, sieht durch die Teilnahme am MA² einen klaren Mehrwert: „Die Teilnahme ermöglicht uns, unsere Organisation mit Best-Practice-Unternehmen zu vergleichen, neue Impulse zu setzen und gleichzeitig die Leistungen unseres Teams nach außen sichtbar zu machen.“ Gelingt es der Lenzing AG, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und die noch offenen Schnittstellen im Regelkreis des Instandhaltungsmanagements zu schließen, könnten die Oberösterreicher bald noch weiter oben am Podium stehen.