Gewinner 2015: Eaton Industries (Schrems, NÖ)

Bereits zum fünften Mal wurde der Instandhaltungspreis Österreichs, der Maintenance Award Austria (MA²), vergeben. Die Auszeichnung erfolgte am 7. Oktober im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung während des internationalen Instandhaltungskongresses 2015. Prof. Hubert Biedermann, Präsident der ÖVIA, und Georg Knill, Vizepräsident der Industriellenvereinigung Steiermark, überreichten die Preise.

Eaton Industries

Der MA² wurde von der ÖVIA ins Leben gerufen, um Unternehmen auszuzeichnen, die den Wandel von der klassischen Instandhaltung hin zum lebenszyklusorientierten Asset Management erfolgreich vollzogen haben. Hierbei spielt die Ausrichtung Industrie 4.0 eine entscheidende Rolle. Diese "Best in Class“ Unternehmen werden durch eine Jury unter Vorsitz von Prof. Hubert Biedermann nach einer Auditierung und Site Visits in den Unternehmen auserkoren.

Gewinner 2015: Eaton Industries

Gewinner 2015: Eaton Industries

Prof. Hubert BIEDERMANN, ÖVIA Präsident:

"Die Anzahl der Einreichungen zum Maintenance Award Austria ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Ausrichtung auf das digitale Zeitalter zeigt sich bei den drei Gewinnern 2015 deutlich, mit einem hohen Exzellenzniveau. Die Preisträger schätzen den Benchmark, den sie für die Weiterentwicklung ihres Instandhaltungsmanagements nutzen."

Die Eaton Industries GmbH konnte sich als Gewinner 2015 durchsetzen. Die Bewertung erfolgte anhand von 11 Kriterien, wobei z.B. Managementsysteme und -konzepte genauso auditiert werden wie der Methoden- und Instrumenteneinsatz, die Instandhaltungsstrategie und -präventation, das Ersatzteilmanagement oder die Organisation. Besondere Stärkenzeigt das Unternehmen durch sein hohes Niveau bei den eingesetzten Managementsystemen (Lean, TPM, Six Sigma, ...). Das Qualifizierungssystem ist ausgezeichnet und die wichtigsten Kennzahlen werden durchgängig visualisiert.

Prok. Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Kolar, Werksleitung
Eaton Industries (Austria) GmbH, Schrems, NÖ

Was bedeutet dieser Preis für Sie bzw. für Ihr Unternehmen?

"Der Preis ist eine Wertschätzung für die Leistungen, die all meine Mitarbeiter aus den Bereichen Betriebsmittel-, Sondermaschinen- und Prüfmittelbau bzw. Instandhaltung, aber auch aus der gesamten Produktion erbringen. So etwas geht nur mit einem guten Team. Interessant ist es, sich mit anderen zu messen, um zu erkennen, wo man steht und wo man hin will. Ich bin stolz auf meine Leute, die Waldviertler, von denen man sagt: 'Ein Waldviertler sind drei Leut'. Als internationales Unternehmen zeigen wir, was wir an unseren Standorten in Österreich zu leisten im Stande sind."

Der MA² dient auch als Benchmark. Welche Stärken Ihres Unternehmens haben Sie durch den Preis erkannt? Welche Schlüsse haben Sie gezogen?

"Wir haben bereits 2013 beim MA² teilgenommen und uns das Feedback zu Herzen genommen. Damals waren wir enttäuscht, aber im gleichen Moment motiviert. Wir haben an Inhalten gearbeitet, in denen wir nicht so gut waren, aber auch die Gebiete, wo wir gut sind, versuchen wir noch stetig zu verbessern. Jeder meiner MitarbeiterInnen hat die Aufgabe, sich jeden Tag zu überlegen, was er noch besser machen kann."

Wird sich in Ihrem Unternehmen durch den Gewinn des Preises etwas verändern?

"Der Preis gibt uns nochmals einen Motivationsschub. Wir wollen unsere Prozesse weiter optimieren und 100% der Punkte erreichen."

2. Platz 2015: Magna Steyr Fahrzeugtechnik

2. Platz 2015: Magna Steyr Fahrzeugtechnik

2. Platz: Magna Steyr Fahrzeugtechnik

Magna punktet insbesondere durch sein ausgereiftes Ersatzteilmanagement, den umfangreichen Methodeneinsatz im Instandhaltungsmanagement und sein hochentwickeltes Managementsystem. Weitere Stärken: Exzellente Störzeitenerfassung und -optimierung in Pilotbereichen, der Einsatz von mobilen System, regelmäßige IH-Managementbesprechungen zur Prozessverbesserung, starke Einbindung der IT in die Instandhaltung sowie Visualisierung von relevanten Kennzahlen in der Produktion.

Ing. Mario KÜBECK, Leiter Zentrale Instandhaltung, Magna Steyr Fahrzeugtechnik, Graz (Stmk.)

Was bedeutet für Sie bzw. für Ihr Unternehmen dieser Preis?

"Für mich persönlich ist es ein guter Erfolg, beim ersten Antreten ins Finale gekommen zu sein und dabei den 2. Platz erreicht zu haben. Der Preis zeugt von der konsequenten und professionellen Arbeit der letzten Jahre im Instandhaltungsbereich. Das Ergebnis zeigt aber auch, dass wir uns punktuell noch verbessern können. Daher werden wir uns die Analyse sehr genau anschauen und die Schwerpunkte für eine Weiterentwicklung daraus ableiten. Der Preis zeigt die Instandhaltung als Kernkompetenz und als wertschöpfenden Faktor im Unternehmen."

Der MA² dient auch als Benchmark. Welche Stärken Ihres Unternehmens haben Sie durch den Preis erkannt? Welche Schlüsse haben Sie gezogen?

"In unseren Erfolgsfaktoren liegen auch die Stärken: Vom Arbeitskreis der Instandhaltungsleiter angefangen über ein ausgereiftes Ersatzteilmanagement, den starken Teamgeist sowie die Einbindung der IT, die Arbeitssicherheit, die Lehrlingsausbildung, die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit der Produktion. Dabei sind wir immer bestrebt, uns mit den Besten zu messen. Seit Jahren pflegen wir den Erfahrungsaustausch und haben dabei mit Partnern eine sehr professionelle Zusammenarbeit und ein Netzwerk aufgebaut. Der große Unterschied im Benchmark durch den MA²: die wissenschaftliche Seite; wie deckt sich diese mit unserer Praxis, weiters der Vergleich mit anderen Branchen."

Wird sich in Ihrem Unternehmen durch den Gewinn des Preises etwas verändern?

"Wichtig wird sein, dass wir uns durch den Preis nicht zurücklehnen, sondern weiterhin Visionen für die Zukunft haben und mit Begeisterung an die Herausforderungen herangehen."

MAGNA

3. Platz 2015: heinzel pulp Zellstoff Pöls

3. Platz 2015: heinzel pulp Zellstoff Pöls

3. Platz: heinzel pulp Zellstoff Pöls AG

Die Instandhaltung dieses Unternehmens ist geprägt durch eine sehr gute und durchgängige IT-Struktur im IH-Management mit optimalen Schnittstellen. Die Instandhaltung ist gut in die Produktion integriert, der Effizienzgedanke ist im gesamten Unternehmen sehr gut verankert (Null Verluste, ...). Wöchentliche Besprechungen zur Anlagenverbesserung inkl. Ausfallszeitenanalyse und ein hoher Vorbeugegrad in der Instandhaltung mit kaum ungeplanten Stillständen kennzeichnen die Instandhaltung.

Ing. Harald TRUMMER, Leiter Instandhaltung, heinzel pulp Zellstoff Pöls AG, Pöls (Stmk.)

Was bedeutet für Sie bzw. für Ihr Unternehmen dieser Preis?

"Der Preis bedeutet für uns viel, weil wir dadurch einen Benchmark von ganz Österreich bekommen haben. Zudem war es eine große Auszeichnung, dass Prof. Biedermann das Audit selbst vorgenommen hat."

Der MA² dient auch als Benchmark. Welche Stärken Ihres Unternehmens haben Sie durch den Preis erkannt? Welche Schlüsse haben Sie gezogen?

"Wir haben Verbesserungspotenziale für uns erkannt und sehen, wo wir uns weiter entwickeln müssen, aber auch die Bereiche, die bereits sehr erfolgreich sind. Der Benchmark zeigt gleichzeitig, dass es nur wenige gibt, die wirklich 'Best Practice' sind."

Wird sich in Ihrem Unternehmen durch den Gewinn des Preises etwas verändern?

"Es wird sich sicher etwas verändern, nachdem wir für unser Instandhaltungsmanagement und unsere Instandhaltungsleistung nun eine externe Anerkennung bekommen haben. Sie ist Motivation für unsere Weiterentwicklung. Es ist zudem eine große Auszeichnung, dass es in der heinzel Gruppe gleich zwei Unternehmen geschafft haben, unter die Nominierten zu kommen."

Zellstoff Pöls