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Uta Wilkens — Speaker
Porträt Patricia Neumann
© Damian Gorczany

Univ.-Prof. Dr. Uta Wilkens

Leiterin des Lehrstuhl für Arbeit, Personal und Führung am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

Ruhr-Universität Bochum
© HUMAINE Network

Prof. Dr. Uta Wilkens leitet den Lehrstuhl Arbeit, Personal und Führung am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist u.a. Sprecherin des BMFTR-geförderten „Kompetenzzentrums HUMAINE für die humanzentrierte Arbeit mit künstlicher Intelligenz“ (mit rund 30 Partnern aus Forschung und Praxis, Förderzeitraum: 4/2021-10/2026, 10 Mio. EUR) und des BMFTR-geförderten Verbundprojektes „Hybride arbeitsintegrierte resilienzstärkende Kompetenzentwicklungssysteme“ (HyKoSy) (5 Praxispartner, Förderzeitraum: 1/2026-31.12.2028, 2,6 Mio. EUR). Im April 2024 wurde unter ihrer Koordination der gemeinnützige Verein HUMAINE Network e.V. gegründet (aktuell 38 Mitglieder aus Forschung und Praxis), deren amtierende Vorständin sie ist. Das Netzwerk und die geförderten Projekte schaffen einen umfassenden Industriezugang. Uta Wilkens ist außerdem Mitglied im acatech-Arbeitskreis „Lernende Systeme“ sowie Vertreterin der Wissenschaft bzw. Arbeitgeberseite in mehreren Bei- und Aufsichtsräten.

Hybride Intelligenz in der industriellen Wartung und Instandhaltung

Der Beitrag adressiert Fragen des Wissensmanagements in der industriellen Wartung und Instandhaltung. Ausgehend von unterschiedlichen, für die Instandhaltung gleichermaßen relevanten Wissensarten, darunter explizites kodifiziertes Wissen und implizites Erfahrungswissen der Fachkräfte, werden die Herausforderungen der betrieblichen Praxis hinsichtlich der Verfügbarkeit und Entwicklung des erforderlichen Wissens für die Vermeidung von Störungen und Stabilität des Systems aufgezeigt. Im Zentrum stehen konkrete betriebliche Fälle, in denen die Verfügbarkeit von Wissen besonders erfolgskritisch sind (Fachkräfteknappheit, Product-Service-Systems, verfügungsorientierte Geschäftsmodelle, etc.). Die Reflexion und Bewertung von Lösungsansätzen befasst sich mit Varianten hybrider Intelligenz, bei denen menschliche und künstliche Intelligenz (KI) miteinander verzahnt werden. Dabei wird ein soziotechnischer Ansatz der Arbeitsgestaltung zugrunde gelegt, der unter der Prämisse des Joint Optimization sowohl Konsequenzen für den Betriebsablauf (Stärkung der Resilienz) als auch die Beschäftigten (Planbarkeit von Arbeitszeit & Arbeitsort, Augmentierung des Domänenwissens) berücksichtigt. Ziel ist es auf qualitativer Basis (fallstudienbasiert) herauszuarbeiten, für welche Szenarien der industriellen Wartung und Instandhaltung welche Gestaltungsvarianten hybrider Intelligenz zukunftsweisend sein können. Dies schließt die Wahl der KI (general purpose vs. single purpose AI) und die Voraussetzungen auf Seiten der Arbeitskräfte (Nutzerverhalten, Nutzerfähigkeiten) ein.