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Christoph Czettl — Speaker
Portrait Christoph Czettl
© Christoph Czettl | Ceratizit

Christoph Czettl

Head of Carbide and coating development

Ceratizit
R&D-Manager
Werkstoffentwicklung
Forschungsprojekte
© Ceratizit

Als R&D-Manager trägt er seit über 15 Jahren maßgeblich zur Werkstoffentwicklung für die metallzerspanende Industrie bei. Als Manager der Hartmetall- und Beschichtungsentwicklung der CERATIZIT-Gruppe bei CERATIZIT Austria verantwortet er die Entwicklung innovativer Hartstoffe und Beschichtungen für Zerspanungswerkzeuge. Nach seiner Promotion an der Montanuniversität Leoben im Bereich CVD-Beschichtungen für Schneidwerkzeuge entwickelte er zahlreiche Innovationen in den Bereichen CVD- und PVD-Technologien, Hartmetallentwicklung sowie verschleiß- und temperaturbeständige Werkstofflösungen. Er leitet ein multidisziplinäres Team und begleitet Forschungsprojekte von der Idee bis zur industriellen Umsetzung. Dabei richtet er F&E-Aktivitäten konsequent an Marktanforderungen aus und fördert den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in industrielle Anwendungen. Unter seiner Mitwirkung entwickelte Beschichtungssysteme wurden erfolgreich in CERATIZIT-Produktlinien integriert. Seine wissenschaftliche Tätigkeit umfasst über 20 begutachtete Publikationen und mehr als 100 Forschungsbeiträge. Darüber hinaus engagiert er sich in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken sowie in der Zusammenarbeit mit Universitäten und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, unter anderem im Rahmen mehrerer Christian-Doppler-Labors und FFG-geförderter Forschungsprojekte.

Intelligente Werkstoffe: Die Revolution unserer Technik?

Vortrag gemeinsam mit Nina Schalk

Intelligente Werkstoffe markieren einen Paradigmenwechsel: Sie entwickeln sich vom passiven Verschleißobjekt hin zu aktiven, reaktionsfähigen Systemkomponenten. Durch gezielte Materialarchitekturen können Bauteile heute Schäden erkennen, ihre Eigenschaften adaptiv anpassen und sogar Selbstheilungsmechanismen aktivieren. Dadurch entstehen völlig neue Potenziale für industrielle Anlagen – von erhöhter Fehlertoleranz über verlängerte Lebensdauer bis hin zu integrierter Zustandsüberwachung ohne zusätzliche Sensorik. Werkstoffe werden so zum integralen Bestandteil von Condition Monitoring und Instandhaltungsstrategien und unterstützen eine vorausschauende, ressourceneffiziente Betriebsführung. Langfristig eröffnen sie den Weg zu selbstoptimierenden technischen Systemen, die sich dynamisch an ihre Einsatzbedingungen anpassen.